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Am Kürzeren Ende der Sonnenallee – Kapitel 09

In Sonnenallee on 21 février 2010 at 00:38

Traduction franco-allemande du chapitre 9 du livre Am Kürzeren Ende der Sonnenallee

Deutsch Französisch
Wuschel ging nicht zur Tanzschule. So was interessierte ihn nicht. Wuschel interessierte sich auch sonst für nichts, nur für Musik. Und für Musik interessierte er sich auch nur dann, wenn sie von den Rolling Stones war.

Während die anderen vom Platz zur Tanz­schule gingen, versuchte er, auf die Spur der »Exile on Main Street« zu kommen. Das war das Doppelalbum der Rolling Stones. Er hatte die Adresse von einem Hippie, der in Strauß­berg wohnte und jetzt die »Exile« besitzen sollte.

Wuschel fuhr mit seinem Rad nach Strauß­berg, suchte und fand den Hippie.

»Wer bist denn du, Mann«, fragte der Hippie.

»Ich habe deine Adresse von Franki«, sagte Wuschel.

»Ja, Mann, kenne ich, Mann, ist aus Berlin, Mann. Verrückte Stadt, Mann, mit einem Fernsehturm in der Mitte. Und, Mann, was führt dich zu mir?«

»Na, du hast doch die Exile on Main Street.«

»Nee, Mann, so darfst du das nicht sehen, Mann. Die hatte ich, klar, von Franki. Aber, Mann, weißt du, die Dinge müssen doch in Bewegung bleiben. Also, hier wirst du die Exile nicht finden!«

Aber Wuschel fand heraus, mit wem der Hippie die Platten getauscht hatte. Jemand, der Bergmann heißt, sollte die Platte besitzen, so sagte der Straußberger Hippie.

Wuschel fuhr zurück nach Berlin und ver­folgte die Spur.

Bergmann war ein ängstlicher Typ. Er fürchte­te Hausdurchsuchungen. Deshalb hatte er sei­ne Platten, die er für gefährlich hielt, in unschuldige Cover gesteckt. Um die Exile ver­stecken zu können, hatte er sich sogar zwei Platten von einem sowjetischen Armee-Chor gekauft. Die Exile war ein Doppelalbum und brauchte zwei Cover.

Natürlich wunderte sich seine Freundin darüber, dass bei ihm sowjetische Chöre in der Plattensammlung standen.

Und dann kam Bergmann zur Armee, wo der eine harte Schlag nach dem anderen folg­te. Dauernd wurde ihm der Urlaub gestrichen. Und einmal kam er sogar für zehn Tage ins Gefängnis.

Seine Freundin wartete zu Hause auf ihn mit Wein und im Unterrock. Doch anstatt Berg­mann kam wieder nur der Telegrammbote. Darüber regte Bergmanns Freundin sich so auf, dass sie den Wein allein trank und noch im Unterrock Bergmanns zwei Armeeplatten kurz und klein schlug. Und weil ihr vor Wut Trä­nen in den Augen standen, sah sie nicht, was sie wirklich kaputt schlug.

Auch Wuschel kamen die Tränen, als er hör­te, welches Ende die »Exile on Main Street« genommen hatte.

Micha hatte keine Westplatten – trotz Westonkel. Platten ließen sich nicht in der Unterhose schmuggeln, und für solche Aben­teuer wie doppelter Boden war Onkel Heinz nicht der Typ. Einmal als der Grenzer trium­phierend mit dem Pass wedelte, blieb Heinz das Herz fast stehen.

»Wissen Sie, was ich glaube?«, sagte der Grenzer, als er die vielen Einreisestempel sah. »Wissen Sie, was ich glaube? Jemand, der so oft kommt wie Sie, wissen Sie, was ich da den­ke?«

Heinz schüttelte nur stumm den Kopf. Die­ses Mal hatte er sich eine Keksrolle mit Tesafilm ans Bein geklebt.

Der Grenzer holte ihn in die Zollbaracke, und Heinz wusste: Das ist das Ende. Von jetzt an nur noch gesiebte Luft. Er streckte sogar sei­ne Hände vor, für die Handschellen. Lieber gleich alles gestehen.

»Jemand, der so oft kommt wie Sie«, sagte der Grenzer und senkte die Stimme, »der ist bestimmt ein Freund unserer Ordnung!«

Heinz nickte sicherheitshalber.

Der Grenzer flüsterte: »Ich werde Ihnen mal etwas zeigen. Aber – psst!«

Er schlug eine Decke zurück, und zum Vor­schein kam eine riesige konfiszierte japanische Stereoanlage mit Boxen und jeder Menge Funktionstasten. Triumphierend baute sich der Grenzer neben der Anlage auf und fragte stolz: »Und?«

Darauf wusste Heinz nichts zu sagen, aber das wurde auch nicht erwartet.

»Na, gucken Sie sich doch das mal an!«, sag­te der Grenzer. »Ist doch viel zu kompliziert! Und so was bauen die da drüben! Aber wir … «

Und nun präsentierte der Grenzer das Zim­merradio »Fichtelberg«. Es hatte vier Knöpfe, drei große und einen kleinen, eine Skala und einen Lautsprecher.

»Das ist doch was!«, sagte der Grenzer stolz. »Damit kommen alle klar, das sage ich Ihnen. Hier: ein einziger Schalter für Ein / Aus und die Lautstärke! Und der Lautsprecher ist gleich eingebaut. Kein unnötiges Material also! Während wir den Sozialismus aufbauen, baut ihr Radios, die kein Mensch bedienen kann. Haha!«

Heinz, der sich noch vor einer Minute nach Sibirien verschwinden sah, ahnte, dass es sich hier um ein Missverständnis handelte, zu sei­nen Gunsten.

Der Grenzer hörte gar nicht auf, das Fichtelberg-Radio zu preisen, aber Heinz wollte nur schnell raus aus dieser Baracke.

Er fragte sich, ob Familie Kuppisch jemals verstehen würde, was es für ihn bedeutete, Mal für Mal über diese Grenze zu gehen, mit ver­botenen Geschenken, die er an seinem Körper angebracht hatte. An Stellen, über die er wochenlang nachdachte. Niemals würde einer von den Kuppischs das Gefühl kennen lernen, das ein Onkel Heinz vor einem DDR-Grenzer hatte. Heinz würde natürlich niemals mit den Kuppischs und ihrem Leben in der Zone tau­schen wollen. Aber dass die keine Ahnung von dem hatten, was er jedes Mal beim Grenz -übertritt durchmachte, das fand Heinz unge­recht.

Eines Tages, als Heinz wieder in den Osten kam, führte ihn der Grenzer treuherzig an den weißen Strich, der die Grenze zeigte.

Dieser Strich war gerade erneuert worden, und der Grenzer erzählte Heinz ganz leise, dass der neue Strich zehn Zentimeter weiter west­lich lief. Wenn der Strich alle zwei Jahre erneuert und jedes Mal um zehn Zentimeter nach Westen verschoben würde, dann würde Osteuropa in siebzig Millionen Jahren bis zur Atlantikküste gehen, »und wenn wir jedes Jahr den Strich erneuem, schaffen wir es in der halben Zeit!«

Heinz wusste gar nicht, was er antworten sollte. Er überlegte, ob er sich mit erhobener Faust verabschieden sollte, aber er ließ es blei­ben.

Warum sich Kommunisten überhaupt mit erhobenen Fäusten grüßen, hatte Heinz nie begriffen.

Wuschel n’allait pas à l’école de danse. Cela ne l’intéressait pas. En règle générale, Wuschel ne s’intéressait à rien, sauf à la musique. Et seulement si c’était la musique des Rolling Stones.

Pendant que les autres quittaient le terrain de jeu pour aller à l’école de danse, il essayait de trouver « Exile on Main Street ». Il s’agissait d’un album double des Rolling Stones. Il avait l’adresse d’un Hippie qui habitait à Straussberg et qui devait être en possession de cet album.

Wuschel prit son vélo pour aller à Straussberg et y trouva l’hippie après l’avoir cherché.

« Qui es-tu, Man » demanda l’hippie.

« J’ai reçu ton adresse par le biais de Franki » répondit Wuschel.

«  Oui, Man, je le connais, Man, je le connais, il vient de Berlin, Man. C’est une ville terrible , avec une grosse tour au plein milieu. Et, man, qu’est-ce qui t’amène chez moi ? »

« Ben, tu as encore l’album Exile on Main Street ?»

Non, man, tu ne dois pas le voir de cette façon. Je l’avais, ça c’est sûr, de la part de Franki. Mais tu sais, les choses doivent rester en mouvement. C’est pour cela que tu ne vas pas la trouver ici !

Mais Wuschel fût en mesure de retrouver la personne avec qui l’hippie avait échangé l’album. Il s’agissait d’un certain Bergmann.

Wuschel retourna à Berlin et continua sa recherche.

Bergmann était un type craintif. Il avait peur des descentes de la police. C’est pour cela qu’il cachait les albums qu’il considérait comme dangereux dans des fourres anodines. Pour cacher l’album Exile, il avait même poussé le vice à acheter deux albums d’un chœur de l’armée soviétique. L’album Exile était un album double et avait besoin de deux fourres.

Bien sûr, sa copine s’était étonnée de trouver dans sa collection des chœurs de l’armée soviétique.

Bergmann dût partir à l’armée où une suite de faits malencontreux l’obligèrent à ne pas partir en permission. Et même une fois, il fût obligé de faire 10 jours de tôle.

Sa copine l’attendait à la maison avec du vin rouge et en nuisette. Mais au lieu de voir arriver son chéri, elle vit, une fois de plus, arriver un coursier. Sa copine s’énerva, bût le vin seule et pour calmer ses nerfs, brisa les deux albums des chœurs de l’armée soviétique. Les yeux remplis de larmes, elle n’était pas vraiment en mesure de voir ce qu’elle avait vraiment détruit.

Wuschel avait lui aussi les larmes aux yeux quand il entendit l’histoire.

Mischa n’avait pas des albums de l’ouest, même s’il avait un oncle qui habitait à l’ouest. Les albums ne pouvaient pas se cacher facilement dans les sous vêtements et les valises avec un double fond n’étaient pas la spécialité de l’oncle Heinz. Une fois, alors qu’un douanier agitait frénétiquement son passeport, le cœur de l’oncle avait presque faillit s’arrêter.

« Vous savez ce que je pense ? » demanda le douanier quand il vit les nombreux visas dans le passeport de l’oncle. « Vous savez ce que je pense ? Une personne qui vient aussi souvent que vous, vous savez ce que j’en pense ? »

L’oncle hocha la tête en silence. Cette fois, il s’était attaché un paquet de biscuits avec du tesafilm à la jambe.

Le douanier le fit rentrer dans sa baraque et l’oncle savait que c’était sa fin. A partir de maintenant, il allait seulement respirer un air moisi de cellule. Il tendit même les bras pour  qu’on puisse lui passer les menottes. Il devait tout avouer !. « Un homme qui vient aussi souvent que vous » dit le douanier en baissant la voix « doit certainement être un homme qui apprécie notre ordre ».

Heinz hocha la tête pour rassurer le douanier.

Le douanier ajouta d’une vois très basse. « Je vais vous montrer une chose mais soyez discret ! »

Le douanier enleva une couverture et l’oncle put voir une chaine Hi-Fi énorme de fabrication japonaise avec des enceintes et de nombreuses touches.

Fier de sa prise, le douanier se plaça à côté de l’appareil et lança à l’oncle « Et ? »

Heinz ne savait pas quoi répondre mais finalement, on ne lui demanda même pas de répondre et de formuler son avis.

« Regardez moi ça ! » dit le douanier. « C’est un truc bien trop difficile ! Et ce sont ces choses qu’ils construisent là-bas ! Mais nous… »

Et le douanier se mit à présenter son poste de radio de la maque Fichtelberg. Son poste avait 4 bouttons, 3 grands et 1 petit, un régleur longitudinal et une enceinte.

« ça c’est un bon produit ! » dit fièrement le douanier. « Tout le monde sait utiliser ce produit, c’est moi qui vous le dis. Ici : un seul bouton pour l’allumer et régler son volume. Donc aucun matériel inutile ! Pendant que nous sommes en train de construire le socialisme, vous êtes en train de construire des radios que personne ne sera en mesure d’utiliser. Haha !

Heinz, qui se voyait déjà en train de disparaître en Sibérie, remarqua qu’il y avait simplement un malentendu qui tournerait en sa faveur.

Le douanier ne pouvait pas tarir d’éloges pour sa radio mais Heinz voulait simplement rapidement sortir de sa situation.Il se demandait si la famille pouvait imaginer ce que tous ces passages pouvaient bien représenter avec des cadeaux interdits qu’il avait caché à son corps. Des places qu’il organisait longtemps à l’avance. Jamais un membre de la famille Kuppisch aurait l’occasion de rentrer en relation directe avec les douaniers. Heinz trouvait injuste le fait que les Kuppisch ne réalisaient pas les efforts qu’il fournissait.

Un jour, alors que Heinz retournait à l’est, un douanier l’amena amicalement vers une ligne blanche qui signalisait la limite entre les deux territoires. Cette limite venait d’être refaite et le douanier raconta à l’oncle Heinz que cette ligne avait été mise plus à l’ouest de 10cm, augmentant le territoire est. Dans 70 millions d’années, le territoire est s’étendrait jusqu’à la côte atlantique, « et nous refaisons le trait toutes les années, nous pourrions y arriver deux fois plus rapidement.

Heinz ne savait pas ce qu’il devait répondre. Heinz se demanda s’il devait faire un geste compatriote en levant son poing mais se résigna.

Heinz n’avait jamais compris pourquoi les communistes se saluaient toujours en levant leur poing.

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